Die wichtigsten Schläge

Der Aufschlag
Beim Aufschlag unterscheidet man drei Varianten:
1. Gerader Aufschlag; 2. Slice-Aufschlag mit Seitenschnitt, 3. Kick-Aufschlag mit Topspin und leichtem Seitenschnitt. Die Aufschlagbewegung ist eine harmonische Kettenreaktion des ganzen Körpers, ausgehend von den Beinen bis zu den Fingerspitzen im Treffpunkt des Balles. Aus einer etwas mehr als schulterbreiten Fußstellung seitlich zur Grundlinie wird der Ball nach oben geworfen - beim Kick leicht nach links hinten. Der Schlagarm wird nach hinten geführt, während der Körper - die Knie sind dabei gebeugt - eine Bogenspannung aufbaut. Aus dieser Spannung heraus kann der Spieler die explosive Zuschlagsenergie für einen kräftigen Aufschlag herausholen.

 

Der Vorhand-Grundschlag
Die moderne Vorhand wird immer mit leicht geöffneter Körper- und Fußstellung ausgeführt. Die Augen fixieren den Ball, während die Ausholbewegung sehr früh beginnt. Schulter und Hüfte werden wie eine Feder nach hinten aufgedreht, dabei nimmt man den Schläger automatisch mit. Kurz vor dem Treffpunkt entlädt sich die aufgestaute Spannung des Körpers in einen dynamischen Schlag (meistens mit Semi-Western-Griff). Der Schlägerkopf wird dabei kraftvoll über den Ball gezogen. Nur noch selten wird der Vorhand-Grundschlag als Drive, also ohne Topspin gespielt. Er springt vom Boden flacher ab und macht das Spiel schnell.

 

Der Vorhand-Topspin
Bis in die 60er Jahre bildete der überrissene Schlag, bei dem der Schlägerkopf von unten nach oben über den Ball gezogen wird, die Ausnahme. Nach der Erfindung der Powerrackets aus Graphit und seit die Spieler athletischer ausgebildet sind, fliegen ohne Topspin geschlagene Bälle meist hinter die gegnerische Grundlinie. Björn Borg machte den hoch über das Netz segelnden Schlag mit starkem Vorwärtsdrall populär. Gespielt wird der starke Topspin mit einem Western-Griff. Der Arm ist angewinkelt, und der Schläger wird mit einer Art Scheibenwischerbewegung schnell hinter dem Ball hochgerissen. Um den Vorwärtsdrall zu verstärken, sollte der Spieler tiefer in die Knie gehen und den Ball etwa in Kniehöhe treffen. Je früher man den Ball im Steigen nimmt, desto schneller wird der Ballwechsel. Der Gegner hat weniger Zeit sich auf den Schlag einzustellen. Der stark überrissene, sehr hohe Vorhandschlag dient aber auch dazu, das Tempo aus dem Spiel zu nehmen. Er ist wegen seines Vorwärtsdralls schwer zu returnieren.

 

Die Rückhand
Vor rund 25 Jahren entwickelte sich die beidhändige Rückhandtechnik, die aus dem defensiven einen aggressiven Angriffsschlag machte ganz besonders im Damentennis. Während der Ball angeflogen kommt, dreht der Spieler aus der offenen Fußstellung nach hinten auf und nimmt den Schläger mit. Wie eine aufgedrehte Feder schnellen der Körper, die Arme und das Racket nach vorne. Der Schlägerkopf wird von unten nach oben gerissen, sodass der Ball einen Vorwärtsdrall mitbekommt. Von der Wucht der dynamischen Bewegung hebt die Spielerin in unserem Beispiel im Moment des Treffpunktes leicht vom Boden ab. Der ideale Treffpunkt ist zwischen Knie- und Schulterhöhe vor dem Körper.

 

Der Rückhand-Slice
Die unterschnittene Rückhand ist heute ein oft unterschätzter Grundschlag und wird häufig nur als Notlösung in der Bedrängnis betrachtet. Dabei ist der Slice - vor allem auf rutschigem Sand - ein optimaler Schlag, um den Gegner aus dem Rhythmus zu bringen oder sogar, lang und flach gespielt um anzugreifen. Die Ausholbewegung erfolgt über dem Ball in einer seitlichen Stellung. Der Rücken zeigt in Richtung zum Netz. Die Schlägerspitze sollte etwas höher als das Handgelenk sein. Geschlagen wird von oben nach unten und nach vorn in Richtung Netz. Auch bei einem starken Unterschnitt darf die Schlagfläche nur leicht geöffnet sein - viel weniger, als die meisten Spieler vermuten. Der Rückhand-Slice eignet sich auch gut für einen Stoppball: Man geht tiefer in die Knie und "wickelt" den Ball ein.

 

Der Volley
Eine Grundregel vorneweg: Beim Flugball darf der Schläger nie hinter dem Körper sein. Während man den anfliegenden Ball beobachtet, geht man dem Ball entgegen und trifft ihn weit vor dem Körper, möglichst ohne oder nur mit einer minimalen Ausholbewegung. Beim Flugball unterscheiden wir den hohen und den tiefen Volley. Den hohen Volley oberhalb der Netzkante spielt man mit leichter Vorwärts-Abwärtsbewegung. Die Schlagfläche bleibt kurz nach dem Treffpunkt stehen und zeigt in Richtung des Ziels. Bei tiefen Volleys unterhalb der Netzkante geht man weit in die Knie. Die Schlägerspitze zeigt möglichst nach vorn und befindet sich weit vor dem Körper. Je tiefer der Spieler den Flugball in Bodennähe trifft, umso mehr Unterschnitt gibt er ihm mit. Gehen Sie aus dieser extremen Position nicht auf einen direkten Punktgewinn aus. Man setzt den tiefen Volley sehr lang in die Ecke und rückt noch weiter ans Netz vor. Ein zweiter Flugball oberhalb der Netzkante birgt anschließend weniger Risiko.



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