Die richtige Besaitung für den Tennisschläger

Wer Tennis spielt legt oft sehr viel Wert auf den richtigen Tennisschläger. Genauso wichtig wie die Wahl des Schlägers ist die richtige Saite darauf. Wenn man Profis beobachtet, stellt man fest, dass sie lange mit einem Schläger trainieren, bevor der Schläger gewechselt wird. Ebenso ist es mit einer Saite. Ein Hobbyspieler kann sich diesen Aufwand nicht leisten. Während ein Roger Federer die Saiten gestellt bekommt muss sich ein Hobbyspieler die Saiten kaufen und aufziehen lassen, das kann bei häufigem Wechsel teuer werden.

Ein Hobbyspieler sollte seine Saite spätestens alle 6 Monate wechseln, egal wie viel er gespielt hat. Auch wenn man gar nicht gespielt hat, verliert die Saite an Spannung und ist „tot“. Eine „tote“ Saite kann zu Tennisarm führen und die Spielqualität leidet. Es fehlt an Präzision, an der Beschleunigung und am Ballgefühl. Wer wenig spielt sollte zu Beginn der Sommersaison und zu Beginn der Hallensaison die Saite wechseln. Spielt man viel, wechselt man 4 – 6 mal im Jahr die Bespannung.

Welche Saite man wählt hängt vom Geldbeutel und den persönlichen Vorstellungen ab. Es gibt viele Saiten von unterschiedlichen Herstellern. Grundsätzlich kann man sie nach 5 Materialien und nach der Dicke einteilen.

 

Naturdarmsaite

 

Die Naturdarmsaite wird von den meisten Profis gespielt. Sie schneidet bei allen Kriterien am besten ab nur in der Haltbarkeit und im Preis wird sie geschlagen. Im Bereich Power, Armschonung, Kontrolle, Ballgefühl und Elastizität ist sie sehr gut. Der Preis ist hoch und die Haltbarkeit nur gering. Gerade bei Feuchtigkeit lässt die Haltbarkeit schnell nach.

 

Multifilamentsaite

 

Die Multifilamentsaite kommt der Naturdarmsaite von den Spieleigenschaften am nächsten. Power, Armschonung, Kontrolle, Ballgefühl und Elastizität sind gut, die Haltbarkeit ebenso. Sie ist deutlich preiswerter als eine Naturdarmsaite. Die Multifilamentsaite besteht aus mehreren dünnen, verschiedenen Phasern. Wer Probleme mit dem Arm hat und keine Naturdarmsaite möchte, sollte eine Multifilamentsaite wählen.

 

Polyestersaite

 

Die Polyerstersaite ist auch unter dem Begriff Monofilament bekannt. Sie besteht aus einem Polyersterstrang mit einer dünnen Beschichtung. Wer Armprobleme hat sollte sie auf grund der mangelnden Elastizität und Armschonung nicht wählen. Bei Power, Kontrolle und Ballgefühl ist sie gut. Die Spannung lässt nach kurzer Zeit nach. Wer einen hohen Verschleiß an Tennissaiten hat, weil die Saite häufig reist, hat mit dieser Saite eine günstige Alternative.

 

Nylonsaite

 

Nylonsaiten sind preiswerte Tennissaiten die aus einem Nylonkern bestehen und ummantelt werden. Die Spieleigenschaften sind je nach Aufbau der Saite und Ummantelung verschieden. Im Durchschnitt kann man sie in allen Bereichen als befriedigend bezeichnen.

 

Hybridsaite

 

Bei den Hybridsaiten handelt es sich um zwei unterschiedliche Saiten die für den Tennisschläger verwendet werden. Es gibt eine Saite für die Längssaiten und eine Saite für die Quersaiten. Die Hersteller bieten unterschiedliche Saiten in Stärke und Qualität an, die individuell kombiniert werden. Dadurch kann man ganz unterschiedliche Spieleigenschaften kombinieren. Die Wahl der richtigen Saitenkombination ist für den Hobbyspieler schwierig und bedarf einer gewissen Erfahrung oder einer guten Beratung.

 

Der Durchmesser der Tennissaiten

 

Die Tennissaiten kann man in drei Stärken einteilen, dünn, dick, mittel. Als dünn bezeichnet man Saiten mit einem Durchmesser von 1,1 bis 1,9 mm, mittel sind die Saiten 1,2 bis 1,29 mm und dick sind 1,3 bis 1,4 mm Durchmesser. Die Haltbarkeit ist bei dünnen Saiten nicht so gegeben wie bei den dickeren Saiten. Die dünnen Saiten empfehlen sich bei mehr Power, Ballgefühl, Elastizität und Armschonung. Die dicken Saiten sind vor allem für viel Kontrolle geeignet. Eine mittlere Dicke vereinigt alle Eigenschaften.

 

Die Bespannung

 

Die Bespannungshärte ist vom Schläger und der persönlichen Vorliebe abhängig. Grundsätzlich gibt jeder Schläger eine Bespannungshärte vor. Sie ist meist auf dem Schläger vermerkt und lässt einen Spielraum von einigen Kilos zu. Wer mit dem Tennis beginnt, sollte sich an einem mittleren vorgegebenen Wert orientieren und Richtung weichere Bespannung gehen. Für die Haltbarkeit, Armschonung und Power ist eine weichere, niedrigere Bespannung sinnvoll. Die Kontrolle steigt mit der Härte der Bespannung.



TC Rot-Weiß Salzbergen e.V.
Am Sportplatz 3
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